Hier findest du Wissenswertes rund ums Thema Buch

Wozu brauche ich eine ISBN? Was ist das VLB? Distributor oder doch lieber alles selbst? Fertiges Manuskript, und nun? 

 

All diese und noch viele weitere Fragen rund um das Thema Buchveröffentlichung werden hier beantwortet.

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In diesem Artikel vom JuKi Verlag findest du Informationen rund um das Thema Exposè und wie es dir hilft einen Verlag von deinem Manuskript zu überzeugen.

Ich hab mich mit der Frage beschäftigt, ob man das Thema Selfpublishing verallgemeinern kann, ob und wo es Unterschiede gibt und was es zu beachten gilt.

Diesen Artikel findest du bei JuKi!

Hier erfährst du alles Wichtige in Kürze, inkl. weiterführender Links, zum Thema ISBN.

Selfpublishing = Selfpublishing!

Oder doch nicht?

Möglichkeiten, Wege und Gedanken

 

Ich sage NEIN!

Warum?

Es gibt mehrere Möglichkeiten, ein Buch zu veröffentlichen, wenn es den Weg in einen Verlag nicht geschafft hat oder wenn man einfach nicht in einen Verlag möchte, sondern die Zügel lieber selbst in der Hand hält.

Deswegen sage ich, dass, aufgrund der Vielzahl an Möglichkeiten, Selfpublishing eben nicht gleich Selfpublishing ist.

 

Was immer gleich ist, sind die Vorarbeiten vor der Veröffentlichung. Das Manuskript ist fertiggeschrieben, manch einer sucht sich Testleser, die dann noch einmal ordentlich Schwung in die ganze Sache bringen, wenn man als Autor das Feedback nutzt und das Geschriebene im besten Fall nochmal verschlimmbessert. Anschließend folgen Lektorat und Buchsatz. Beides kann man über einen professionellen Dienstleister machen, wenn man das nötige Kleingeld hat, oder es sich einfach leisten möchte. 

Wenn alles schick ist, geht’s los: Als selbstpublizierender Autor hast du die Qual der Wahl, auf welchem Weg du dein Buch unter die Menschen bringst.

An dieser Stelle geht es dann auch schon los mit den Unterschieden, denn viele Wege führen nach Rom oder eben in den Buchladen.

 

Möglichkeit 1:

 

Der Weg über einen Distributor wie Amazon KDP, tredition, epubli oder BOD, um nur einige der gängigen Möglichkeiten zu nennen. Natürlich gibt es auch außerhalb des DACH‑Gebietes die Möglichkeit, sein Buch in den Laden zu bringen. Einer der großen im englischsprachigen Raum und den USA, ist zum Beispiel Barnes & Noble.

 

Nachdem du dich durch den Anbieterdschungel gelesen und dich für einen entschieden hast, geht’s dann eigentlich auch recht fix. 

Ausstattung festlegen, Genre auswählen, Titel eingeben, Mitwirkende angeben, die Frage nach KI beantworten, und dann kann das fertig gesetzte Manuskript auch schon hochgeladen werden. Wer den Buchsatz nicht professionell hat machen lassen, kann die Vorlagen der Anbieter nutzen, welche diese häufig zur Verfügung stellen. Wichtig ist, sich an die Druckvorgaben zu halten und das Manuskript besser im PDF-Format statt als Word-Datei hochzuladen. 

Sind alle Häkchen grün, kommt als Nächstes das Cover, welches man entweder schon als fertige Datei vorliegen hat, nachdem man selbst kreativ war, KI beauftragt hat oder doch einen professionellen Designer die Arbeit hat machen lassen, oder man nutzt den Coverbausatz der Anbieter, womit man relativ fix mit verschiedenen Designvorlagen ein Cover zusammenbauen kann.

Ist alles erledigt, musst du meist noch ein paar Fragen beantworten, passende Keywords (wichtig im Bereich SEO und für die Metadaten im VLB, damit die Buchhändler dein Buch auch finden) zum Buch eingeben, eine Buchbeschreibung darf natürlich auch nicht fehlen, damit die Buchhandlung weiß, was sie im Begriff ist, sich in den Laden zu stellen, und dann – Tadaaaa – das Häkchen bei – Jetzt veröffentlichen – setzen und nun – herzlichen Glückwunsch!

Natürlich stellen dir diese Anbieter auch eine ISBN zur Verfügung (dazu mehr im Beitrag ISBN) und listen dein Buch beim VLB (Verzeichnis lieferbarer Bücher).

 

Möglichkeit 2:

 

Dein Buch ist fertig, Testleser, Lektor und Buchsetzer haben sich ausgetobt, oder auch nicht, und nun soll es jedes Bücherregal Deutschlands, oder wer hoch hinaus will, weltweit, bereichern.

 

Ein Distributor kommt für dich nicht infrage, du bist nicht von der Sorte Mensch, die den einfachen und schnellen Weg geht, sondern du nimmst den Pfad durchs Gebirge, mit schier unüberwindbar scheinenden Gipfeln.

 

Ist das erledigt, steht die Frage: Welche Druckerei darf jetzt das Privileg haben, mein Kunstwerk zu vollenden und aus einer schnöden PDF-Datei ein schickes, gebundenes Buch machen?

Druckereien nehmen meines Wissens nach keine Worddateien, sondern ausschließlich Druck-PDF-Dateien. Wurde der Buchsatz professionell gemacht, hast du dein Buch als eine solche vom Buchsetzer bekommen. Wenn du alles selbst gemacht hast, dann achte darauf, dass du die Vorgaben der Druckerei einhältst.

 

Die Druckerei hat den Zuschlag erhalten, du hast die perfekte Ausstattung gewählt und die besten Konditionen ausgehandelt, sogar die Buchbindung ist inklusive. 

Bevor dein Manuskript ein Buch wird, benötigst du eine ISBN. Diese kaufst du beim ISBN – Shop, kostet aktuell 70 € zzgl. Mehrwertsteuer. Da die ISBN auch aufs Cover muss, kannst du dir diese in einen Barcode umwandeln lassen, den du dann als Datei bekommst. Bitte beachte, dass in Deutschland die Buchpreisbindung gilt. Du musst also, bevor dein Buch in den Druck geht, gut kalkulieren, was es kosten soll. In die Kalkulation fallen Druckkosten, Kosten für die ISBN, die Listung im VLB, Kosten, die du bereits hattest für Lektorat und Buchsatz, Rabatte für die Buchhandlung und Versandkosten, um die Wichtigsten zu benennen.

Preis steht und kann endlich gedruckt und gebunden werden. 

Noch kurz gedulden und du bekommst deine Lieferung aus der Druckerei – was für ein Hochgefühl, endlich das gedruckte, noch nach Farbe riechende Buch in den eigenen Händen zu halten.

Nun das Buch noch beim VLB listen, falls nicht bereits geschehen, und dann entweder abwarten, bis die Buchhandlungen auf dein Buch stoßen und in der Hoffnung auf den nächsten Kassenschlager eifrig bestellen, oder du gehst los und putzt die Klinken der Buchläden, damit sie dein Meisterwerk in die Auslage stellen.

Natürlich kann man sich auch ein bisschen Arbeit abnehmen lassen, das wäre dann …

 

… Möglichkeit 3:

 

Es gibt Auslieferer wie z. B. Libri oder Nova MD, die dein Buch für dich vertreiben. Hier ist der Kostenfaktor für diese Dienstleistung nicht unerheblich und sie lohnt sich nur, wenn du bereits erfolgreicher Autor bist und dich vor Bestellungen nicht retten kannst.

 

Wie ihr seht, ist Selfpublishing eben nicht gleich Selfpublishing, denn man kann es sich einfach machen, oder aber man übernimmt tatsächlich die komplette verlegerische Tätigkeit mit allem, was dazu gehört. 

Jeder muss für sich abwägen, wie viel Geld er vorab investieren möchte, auf welcher Plattform dein Buch verkauft werden soll, oder ob du es einfach als Geschenk für Freunde und Verwandte haben möchtest, ohne dass es je einen Buchladen von innen gesehen hat, denn dann benötigst du weder eine ISBN noch eine VLB-Listung.

 

Fakt ist: Wer selbst publiziert, hat fast volle Kontrolle. Rechte und Lizenzen bleiben bei dir, der Gewinn fällt je nach Weg der Veröffentlichung deutlich höher aus, aber du hast natürlich die Ausgaben für Lektorat und Buchsatz, oder das Coverdesign.

 

Ich rate immer, wenigstens ein Korrektorat professionell und nicht vom besten Freund (außer er/sie hat Germanistik studiert oder Deutsch auf Lehramt) machen zu lassen, denn niemand mag ein Buch mit orthografischen und grammatikalischen Fehlern haben. Auf ein Lektorat kann man verzichten, wenn man sich ausreichend und vor allem unterschiedliche Testleser sucht und deren Feedback berücksichtigt, sich der Kritik und Verbesserungsvorschläge annimmt und das Manuskript entsprechend überarbeitet. 

Aber um die Zunft der Lektoren zu beruhigen: Es geht natürlich nichts über ein professionelles Lektorat!

Buchsatz finde ich schwieriger. Man muss entsprechende Programme haben und beherrschen, damit eine ordentliche Druckdatei erzeugt werden kann. Bücher mit viel Fließtext lassen sich vergleichsweise einfach setzen, aber kommen Illustrationen, Tabellen, Fußnoten, Spalten etc. ins Spiel, sollte man das einem Profi überlassen.

 

Ich rate euch außerdem, vor der Veröffentlichung ein Probeexemplar anzufordern, denn da können Mängel erkannt und nachgearbeitet werden, bevor veröffentlicht wird. Seid ihr mit dem Druckergebnis nicht zufrieden, auch nach Beanstandung nicht, dann habt ihr oft noch die Möglichkeit, das Projekt zu löschen und euch einen anderen Anbieter zu suchen, bis alles passt. 

Wenn ihr den Druck selbst in Auftrag gebt, lasst euch gut beraten. Eine gute Druckerei zeigt euch die besten Möglichkeiten für euer Buch, egal ob ihr viel Geld ausgeben wollt oder nicht. Sie zeigt euch unterschiedliche Papiersorten und -qualitäten, berät euch zu den verschiedenen Möglichkeiten der Einbandgestaltung und im besten Fall bekommt ihr sogar eine Führung durch die Produktion. Transparenz und ein vertrauensvolles Miteinander sind wichtig. Wenn ihr das Gefühl habt, hier zählt nur das Geld, dann geht und versucht euer Glück bei der Druckereikonkurrenz.

Je nach Vorliebe kann man die großen Anbieter (z. B. Wir machen Druck) nutzen, macht aber bei den Ausstattungsoptionen Abstriche, oder man sucht sich regional eine Druckerei mit direktem Ansprechpartner.

 

Eines ist mir aufgefallen, nämlich dass Autoren oft sehr ungeduldig sind. Alles muss schnell gehen, und dann trifft man häufig die falsche Wahl und ist traurig, wenn das Buch nicht den erhofften Anklang findet.

Die Erde, so wie wir sie kennen, wurde auch nicht an einem Tag geschaffen. Reichst du dein Manuskript beim Verlag ein und bekommst einen Vertrag, dauert es nochmal zwischen 1,5 und 3 Jahre, bis dein Buch endlich im Laden steht. 

Ein gutes Lektorat benötigt Zeit. Es müssen die Änderungen bearbeitet werden, dann bekommt es abermals der Lektor, und das geht so lange, bis beide Seiten zufrieden sind. Auch der Buchsatz macht sich nicht einfach so im Handumdrehen. Das Cover ist auch nicht mal eben in 5 Minuten gesetzt, außer man nutzt den Generator der Distributoren.

Überlegt euch gut, welcher Weg für euch der beste ist! Wägt ab, lasst euch Probedrucke schicken und scheut nicht davor zurück, zu wechseln, auch wenn das wieder mit etwas Aufwand verbunden ist.

Klar kann ich rasch ein KI-Buch über das große A veröffentlichen, aber wollen das die Leser? Ist das wirklich euer Ansporn oder seht ihr dabei eher doch den Verdienst? Ich kann euch sagen, als Lektorin, Buchsetzerin, Verlegerin, begeisterte Leserin und Mama: Es geht nichts über ein qualitativ hochwertiges Buch, mit Liebe und Herzblut geschrieben und illustriert, mit Stift und Farbe. KI kann und darf eine Ergänzung sein, zur groben Strukturierung, Anregung oder um doch mal die Blockade im Kopf zu überwinden. Ich habe schon viele KI-generierte Bücher auf dem Tisch gehabt, und wenn man keine Ahnung vom Prompten hat und sich nicht intensiv mit der Thematik auseinandersetzt, sollte man das lassen. Die Bilder von unerfahrenen Nutzern sind oft Einheitsbrei und voller Fehler (6 Finger, nur ein halber Fuß, ein Gesicht wie Quasimodo, zwei Schwänze bei Vögeln, perspektivische Fehler, etc.) und die Texte sind fad und lieblos. Man merkt es! Außerdem ist es immer noch eine rechtliche Grauzone. Verwendet ihr generierte Bilder, müsst ihr das im Impressum angeben, ebenso, mit welcher KI ihr generiert habt. Ihr müsst die Bezahlversion haben, damit ihr die Lizenzen für die Bilder habt, und das muss auf Verlangen nachgewiesen werden! Diese Bücher fluten den Markt. Aber alle sichern sich ab, die Kontrollen werden verstärkt und manchmal wird ein Projekt gelöscht, wenn es nicht den Richtlinien entspricht. KI als Hilfsmittel ist unschlagbar, aber nicht ausschließlich!

Ich lehne mich jetzt weit aus dem Fenster, aber ein Autor sollte schon selbst in der Lage sein, einen fantasievollen Text zu Papier zu bringen und im Kinderbuchbereich auf Illustratoren zu setzen, wenn man selbst nicht die Affinität zum Künstlerischen hat. Es gibt da unzählige, auch günstige, Anbieter, z. B. Fiverr. 

 

Ich wünsche euch ganz viel Spaß beim Schreiben und Publizieren, und vielleicht landet dein nächstes Buch demnächst in meinem Bücherregal!

Kurze Anmerkung: Die genannten Distributoren und Dienstleister bezahlen mich nicht dafür, dass ich sie hier nenne!

Noch eine Anmerkung: Niemand soll sich auf den Schlips getreten fühlen, wenn ich Dinge ins Lächerliche gezogen oder mit spitzer Feder geschrieben habe. Das dient lediglich dem Stil, ich will niemanden aufs Korn nehmen.

 

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